An die Nachgeborenen
Wirklich, ich lebe in finsteren Zeiten! Ein argloses Wort ist ein törichtes. Eine glatte Stirn Deutet auf Unempfindlichkeit hin. Der Lachende Hat die furchtbare Nachricht Nur noch nicht empfangen. Was sind das für Zeiten, wo Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt! Der da ruhig über die Straße geht, Ist wohl nicht mehr erreichbar für seine Freunde, Die in Not sind? Es ist wahr: ich verdiene noch meinen Unterhalt. Aber glaubt nicht, daß ich aus dem, was ich tue, Es mir erlaube, satt zu essen! Ich esse nur, um wieder hungrig zu werden. Die Bücher, die ich schreibe, Sind den Bericht über die Grausamkeit. Ich kann nicht anders: Ich habe keine andere Sprache. Ich hätte gern auch klüger sein wollen. In den alten Büchern steht, was Weisheit ist: Sich aus dem Streit der Welt halten und die kurze Zeit Ohne Angst verbringen, Auch das Böse mit Gutem vergelten, Seine Wünsche nicht erfüllen, sondern vergessen, Gilt für weise. All das kann ich nicht: