Istanbul ist eine merkwürdige Stadt. Die Menschen schauen dort gerne aufs Meer. Sie suchen in vorbeifahrenden Schiffen Ruhe von der Hektik, die keine Grenzen kannte. Auf den Überfahrten, den vapur, schaute ich gerne aus dem Fenster. Als ich dort war, war der Winter schon früher da als sonst, und meist war es zu kalt, um draußen auf Deck zu stehen und den Möwen ein Stück Brot in die Luft zu werfen. Ich trank Çay, weil ich es kannte, aß Toast, weil ich es kannte, und hörte Musik, deren Texte ich verstand. Aber sosehr ich mich auch bemühte, man sah schon von Weitem, dass ich nicht von hier war; ich stach heraus wie ein Leuchtturm in der Nacht. Meine unsicheren Blicke gaben den Menschen Orientierung, bei denen ich doch eigentlich Halt finden wollte.