bei näherem Hinsehen hat es in der Tat den Anschein, als fürchteten spätmoderne Subjekte (in entwickelten Gesellschaften des westlichen Typs) nicht mehr so sehr die feindlichen ›Akte‹ der Welt – die in Form der Hunnen oder Heuschrecken, der Hitze oder Kälte, von Gottes Zorn oder des Teufels Verführungskünsten über sie hereinbrechen könnten – als vielmehr ihr eigenes Versagen, Scheitern, Ungenügen und Zurückbleiben; ihr ›Ausbrennen‹, ihr Dicksein oder ihr alt, einsam und unattraktiv Werden, das sie selbst zu verantworten und sich selbst zuzuschreiben haben. Die Quellen des Leides und damit die Objekte der Furcht werden nicht mehr ›dort draußen‹, sondern vielmehr ›hier drinnen‹ gesucht; sie sind keine gleichsam ontologisierten Eigenschaften der Welt (als welche zum Beispiel lange Zeit auch ständische Verhältnisse wahrgenommen wurden), sondern den Subjekten zugeschriebene und von diesen zu verantwortende Defizite. Dies zeigt sich exemplarisch an der Art und Weise, wie sich die Form der vermutlich universalen Angst vor sozialer Exklusion und Missachtung verändert hat.
Der aktive Charakter der Liebe
Die Liebe ist aber nicht nur ein Geben, ihr »aktiver« Charakter zeigt sich auch darin, daß sie in allen ihren Formen stets folgende Grundelemente enthält: Fürsorge, Verantwortungsgefühl, Achtung vor dem anderen und Erkenntnis. Daß zur Liebe Fürsorge gehört, zeigt sich am deutlichsten in der Liebe der Mutter zu ihrem Kind. Keine Beteuerung ihrer Liebe käme uns aufrichtig vor, wenn sie es an Fürsorge für das Kind fehlen ließe, wenn sie versäumte, es zu ernähren, zu baden und für sein leibliches Wohl zu sor-gen; und wir fühlen uns von ihrer Liebe beeindruckt, wenn wir sehen, wie sie für ihr Kind sorgt. Mit der Liebe zu Tieren und Blumen ist es nicht anders. Wenn eine Frau be-hauptet, sie liebe Blumen, und wir sehen dann, wie sie vergißt, sie zu gießen, dann glauben wir ihr ihre »Blumen-liebe« nicht. Liebe ist die tätige Sorge für das Leben und das Wachstum dessen, was wir lieben. Wo diese tätige Sorge fehlt, ist auch keine Liebe vorhanden. Dieses Element der Liebe ist besonders schön im Buch Jona beschrieben. Gott hat Jona aufgetragen, sich nach Ninive zu begeben und die Bewohner zu warnen, daß sie bestraft würden, wenn sie ihren schlimmen Lebenswandel nicht änderten. Jona versucht sich dem Auftrag zu entziehen, weil er fürchtet, die Bewohner Ninives könnten bereuen und Gott würde ihnen dann vergeben. Er ist ein Mann mit einem starken Gefühl für Gesetz und Ordnung, aber ihm fehlt die Liebe. Doch bei seinem Versuch zu fliehen, findet er sich im Bauch des Walfisches wieder, was den Zustand der Isolation und Gefangenschaft symbolisiert, in den er durch seinen Mangel an Liebe und Solidarität geraten ist. Gott rettet ihn, und Jona geht nach Ninive. Er predigt den Bewohnern, was Gott ihm aufgetragen hat, und eben das, was er befürchtet hat, tritt ein: Die Bewohner Ninives
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jederzeit verwundbar, jederzeit Beleidigungen oder Aggressionen ausgesetzt zu sein. Mehr noch, es heißt, in seinem tiefsten Inneren von einer geradezu ontologischen Verletzbarkeit bestimmt zu sein … Man muss dieses Gefühl um ein weiteres ergänzen: die Angst. Manchmal ergreift sie die stigmatisierten oder stigmatisierbaren Individuen mit der Intensität einer unüberwindbaren Panik, meistens jedoch als dumpfes Gefühl der Unruhe, das immerzu zur Wachsamkeit gegenüber der Umwelt aufruft. Die Möglichkeit der Beleidigung oder körperlichen Aggression kann sich jederzeit aktualisieren und zu einer realen Geste oder einer realen Aussage werden (weil man in ständiger Furcht vor ihr lebt, zeitigt sie ihre Effekte schon vor jeder Aktualisierung).
„Wenn wir versuchen, eine Heilung für eine Krankheit zu finden, eine Behinderung zu bewältigen, Einsamkeit zu verkraften oder ihr zu entkommen, trotz schlechter Chancen er folgreich zu sein oder aus einem Fehlschlag zu lernen, leben wir in Hoffinung. Je nach Temperament fühlen wir uns damit wohl oder werden wie ich von Furcht überkommen. Wem die Hoffnung Angst macht, der braucht Mut.“
Sayfa 227·Kitabı okuyor
Havf temelde korku (furcht)dan farklıdır. Biz daima, bizi, bu veya şu bakımdan tehdid eden muayyen birşeyden korkarız."... den korku' daima muayyen birşeyden korkudur. Böylece korkunun nesnesi ve sebebi esaslı bir surette sınırlandırılmış bulunduğundan korkak ve ürkek olan kendisini, duyduğu muayyen hissin içinde hapsedilmiş bulur. Bu, ‘muayyen olandan' kurtulmaya çabalayarak, korkunun nesnesine karşı emniyeti kaybeder, şaşırır.
1532 de Süleyman Alaman seferine giderken Belgrad'da imparatorluk tahtına oturdu. Almanya içlerine gönderdiği beylerbeyi Kasım paşa idaresinde akıncı ordusu memleketti kan ve ateş içinde bıraktı. O zaman Alman şehir ve kasabalarında kilise canları akincilarin gelişini haber vermek için çalıyordu buna Türken Furcht (Türk korkusu)deniyordu.
Sayfa 17·Kitabı okudu
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