ToSe

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Bahar Tezcan
8.4/10 · 932 okunma
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Bedingungslose Liebe entspricht tiefen Sehnsucht des Menschen
Eine Liebe, die an keine Bedingungen geknüpft ist, entspricht einer tiefen Sehnsucht nicht nur des Kindes, sondern eines jeden menschlichen Wesens; wenn man dagegen seiner eigenen Verdienste wegen geliebt wird, so bleiben immer irgendwelche Zweifel bestehen; vielleicht habe ich es dem, der mich lieben soll, nicht recht gemacht, oder ich habe dies oder jenes falsch gemacht - immer muß ich fürchten, die Liebe könnte vergehen. Außerdem hinterläßt »verdiente« Liebe leicht das bittere Gefühl, daß man nicht um seiner selbst willen geliebt wird, sondern daß man nur geliebt wird, weil man dem anderen einen Gefallen tut, daß man letzten Endes gar nicht geliebt, sondern zu einem bestimmten Zweck benutzt wird. Kein Wunder also, daß wir alle - als Kinder und als Erwachsene - an unserer Sehnsucht nach der mütterlichen Liebe festhalten. Die meisten Kinder haben das Glück, Mutterliebe zu empfangen. (Wir werden später noch darauf zurückkommen, in welchem Ausmaß das jeweils der Fall ist.) Beim Erwachsenen ist die gleiche Sehnsucht weit schwieriger zu erfüllen. Am befriedigendsten verläuft die Entwicklung, wenn die Mutterliebe eine Komponente der normalen erotischen Liebe bleibt; oft findet sie ihren Ausdruck in religiösen, noch häufiger in neurotischen Formen.
Wie wunderbar doch die bedingungslose Liebe der Mutter ist
Die Liebe der Mutter bedeutet Seligkeit, sie bedeutet Frieden, man braucht sie nicht erst zu erwerben, man braucht sie sich nicht zu verdienen. Aber diese Bedingungslosigkeit der Mutterliebe hat auch ihre negative Seite. Sie braucht nicht nur nicht verdient zu werden - sie kann auch nicht erworben, erzeugt oder unter Kontrolle gehalten wer-den. Ist sie vorhanden, so ist sie ein Segen; ist sie nicht vorhanden, so ist es, als ob alle Schönheit aus dem Leben verschwunden wäre, und ich kann nichts tun, um sie hervorzurufen. Die Bedürfnisse des anderen werden ebenso wichtig wie die eigenen - ja tatsächlich noch wichtiger als diese. Geben ist befriedigender, freudvoller geworden als Empfangen; Lieben ist wichtiger geworden als Geliebtwerden. Dadurch, daß der junge Mensch liebt, ist er aus der Gefangniszelle seines Alleinseins und seiner Isolierung herausgelangt, die durch seinen Narzißmus und seine Ichbezogenheit bedingt waren. Er erlebt ein neues Gefühl der Einheit, des Teilens und des Einsseins. Was noch wichtiger ist, er spürt in sich das Vermögen, Liebe durch Lieben zu wecken und nicht mehr abhängig davon zu sein, geliebt zu werden und aus diesem Grund klein, hilflos und krank - oder »brav« bleiben zu müssen. **Infantile Liebe folgt dem Prinzip: »Ich liebe, weil ich geliebt werde.« Reife Liebe folgt dem Prinzip: »Ich werde geliebt, weil ich liebe.« Unreife Liebe sagt: »Ich liebe dich, weil ich dich brauche. « Reife Liebe sagt: »Ich brauche dich, weil ich dich liebe.« **
If you don’t learn from a defeat, this is a defeat. But if you learn from it, it is a very very important information to learn from it. -Jürgen Klopp CEO Podcast
Kendi türlerinizden eşler
Bisher habe ich von der Liebe nur als von der Überwindung des menschlichen Getrenntseins, als der Erfüllung der Sehnsucht nach Einheit gesprochen. Aber über das universale existentielle Bedürfnis nach Einheit hinaus gibt es noch ein spezifisch biologisches Bedürfnis: das Verlangen nach einer Vereinigung des männlichen und des weiblichen Pols. Dieser Gedanke der Vereinigung der beiden Pole kommt am eindrucksvollsten in dem Mythos zum Ausdruck, daß Mann und Frau ursprünglich eins waren, daß sie auseinandergeteilt wurden und daß seitdem jeder Mann seine verlorene weibliche Hälfte sucht, um sich aufs neue mit ihr zu vereinigen. Es ist die Polarität von Erde und Regen, von Fluß und Meer, von Nacht und Tag, von Dunkelheit und Licht, von Materie und Geist. Der moslemische Dichter und Mystiker Rumi hat dies besonders schön ausgedrückt. »Wahrlich nie sucht der Liebende, ohne von der Geliebten gesucht zu werden. Hat der Blitz der Liebe dieses Herz getroffen, so wisse, daß auch jenes Herz voll Liebe ist. Wächst die Liebe zu Gott in deinem Herzen, so wirst auch du ohne Zweifel von Gott geliebt. Kein Händeklatschen ertönt nur von einer Hand ohne die andere. Göttliche Weisheit und Gottes Ratschluß macht, daß wir einander lieben. Durch diese Vorbestimmung ist jeder Teil der Welt mit seinem Gefährten gepaart. Nach Ansicht der Weisen ist der Himmel der Mann und die Erde die Frau: Die Erde zieht auf, was vom Himmel herab-fällt. Fehlt der Erde die Wärme, so schickt sie der Himmel; geht ihr Frische und Nässe verloren, so versorgt sie der Himmel aufs neue. Der Himmel geht seinen Lauf wie der Gatte, der nach Nahrung sucht für sein Weib; und die Erde widmet sich eifrig häuslichen Pflichten: Sie hilft bei der Geburt und nährt, was sie gebiert. Siehe, auch Erde und Himmel sind mit
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