Diese mentale Fertigkeit verlangt vom Spieler, dass er sich selbst beim Fußballspielen vorstellt - es sehen, hören, fühlen und wenn möglich sogar riechen kann. Um mentale Überforderung und mögliche Störungen zu vermeiden, sollte der Spieler die Visualisierung mit einem tiefen Entspannungszustand kombinieren. Dann kann er den Fokus auf die vorgestellte Handlung scharf stellen.
Jim Thompson nennt das Beispiel des ehemaligen Basketballstars Bill Walton, der sich auf das bevorstehende Spiel vorbereitet:
Er saß in seinem Hotelzimmer und konnte das Spiel tatsächlich sehen und seine Bewegungen spüren. Manchmal tat er das mit einer solchen Präzision, dass ein paar Stunden später auf dem Platz genau die Spieler genau die Bewegungen machten - und es war sehr einfach für ihn, denn er hatte alles schon gesehen, sich bereits dorthin bewegt oder blockte einen Wurf. In diesen Momenten war er begeistert davon, wie klar er das Spiel vor sich sehen konnte. Damals wurde er von Moment zu Moment selbstsicherer, bis er bei der Ankunft in der Kabine voll und ganz bereit war. (1995, 180-181)
Eine Fußballsituation visualisieren —> Fokussieren Ablenkungen ausblenden —> Die Intensität eines Spiels erzeugen —> Erleben, was man fühlen würde: Klänge, Bilder, Emotionen —> Sich für eine Handlung entscheiden und diese im Geist durchspielen —> Die Situation genießen und als Erinnerung speichern —> Wieder zum Anfang
Je mehr ein Spieler das Visualisieren trainiert, desto präziser werden die Bilder. Die Erin-nerungsspur wird stärker, das Bild besser erreichbar und die emotionale Unterstützung stärker, wodurch Motivation und Selbstvertrauen einen Schub erhalten.