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Der Mensch, das zweigeteilte Wesen - Liebe zu Vereinigung
«Der Mensch – aller Zeiten und Kulturen – steht der Lösung dieser einen und immer gleichen Frage gegenüber: Der Frage, wie die Getrenntheit überwunden, wie man das eigene individuelle Leben transzendieren und eins werden kann. Jenseits dieses universalen Verlangens nach Vereinigung erhebt sich noch ein anderes, das biologische, das Streben nach Vereinigung zwischen den maskulinen und den femininen Polen.» Die Idee dieser Polarität wird wohl am schönsten in dem Mythos ausgedrückt, dass Mann und Frau ursprünglich eins waren, dieses Eins in zwei Hälften geteilt wurde, die männliche Hälfte seitdem nach der verlorenen weiblichen Hälfte sucht, um sich wieder mit ihr zu vereinigen. Fromm argumentiert nicht mythologisch, sondern psychologisch: Das Geben in der Liebe ist kein Aufgeben, sondern ein Sich-Ergänzen. Liebe enthält Elemente der Fürsorge, der Verantwortung, der Achtung und Erkenntnis. «Man liebt, wofür man sich müht, und man bemüht sich für das, was man liebt.» Das Grundbedürfnis bleibt, sich mit dem andern Menschen zu vereinen. -seniorweb.ch
Ne Kadar Kitap Kurdusun?
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Woran erkennt man die wahre Liebe?
Dann kann ich für meinen Teil sagen: Am Willen, eine tiefgründige Verbindung einzugehen. Am Willen, gemeinsam daran zu üben und zu arbeiten. Am Willen, sich darauf einzulassen. -psy-on.de
Wahre Liebe ist der Entschluss, alle Menschen zu lieben
Für Fromm ist die wahre Liebe nicht nur die Bindung an eine andere Person. Sie ist der Entschluss, im Anderen alle Menschen zu lieben. Auf der Gefühlsebene und im Willen, alles zu liebe was ist. Frei von Forderung und Zwang. -psy-on.de
Wahre Liebe ist eine Entscheidung, die man bewusst lenken kann!
Die wahre Liebe – die reife Liebe, wie Fromm sie nennt – ist im Gegensatz dazu, eine Aktivität, der man nicht verfällt, sondern die man in sich selbst entwickelt. Sie ist ein Geben, nicht nur ein Empfangen. Ein Schenken, aus freien Stücken. In dem Wissen, dass man im Schenken der eigenen Liebe, seine eigene Stärke und Lebendigkeit erlebt. Dass man im Geben von Freude erfüllt ist. Dass das, was man von sich gibt, für den Gebenden eine Bereicherung darstellt. Man gibt von seinem eigenen Leben, von den eigenen Interessen und den eigenen Gefühlen. Und dafür ist es entscheidend, den eigenen inneren Kräften zu vertrauen und keine Angst zu haben, sich hinzugeben. Die reife Liebe beinhaltet Fürsorge und Verantwortungsgefühl, Achtung und Erkenntnis des anderen. Nach Fromm erkennt man die wahre Liebe somit dadurch, dass man sich um den anderen kümmert und sich für seine seelischen Bedürfnisse verantwortlich fühlt aber ohne ihn beherrschen oder besitzen zu wollen. Man erkennt sie in dem Wunsch, dass der andere sich frei entfalten soll und sein dürfen, wer und wie er wirklich ist. Im Wunsch, die Essenz und das Wesen des anderen wirklich zu erkennen. In der Erlaubnis für den anderen, sich zu entwickeln, wie immer er möchte und was immer gut für ihn ist, unabhängig davon, was gut für mich ist. -psy-on.de
Nimmst du deinen Partner mit allem wahr – in seiner Essenz?
Fromm bezeichnet diesen Prozess der Fixierung auf einen anderen Menschen, des Verliebtseins, als „Egoismus zu zweit“, weil es dazu dient, die eigene Einsamkeit zu überwinden und sich trotzdem währenddessen fremd zu bleiben. Trotzdem jeder für sich alleine zu bleiben. Ohne sich zu verbinden. Ohne sich wirklich zu sehen und gesehen zu werden. -psy-on.de