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Zusammenfassung - Richtiges Zuhören.
Fromm (2005) betont, dass echtes Zuhören absolute Konzentration erfordert. "Die Grundregel für das Zuhören ist die vollkommene Konzentration des Zuhörers", schreibt er. Um wirklich zuzuhören, müssen wir unsere Gedanken zur Ruhe bringen und uns dem anderen ganz widmen. Genau hier setzt das bewusste Atmen an: Es ist eine einfache, aber kraftvolle Methode, um unsere Aufmerksamkeit in den gegenwärtigen Moment zu lenken.
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Wie in den fünf Ringen
Es liegt nach Takuan daran, daß der Lehrling nicht unterlassen kann, den Gegner und dessen Art, das Schwert zu führen, sorgsam zu beobach-ten; daran, daß er überlegt, wie er ihm am wirksamsten beikommen könne, und auf den Augenblick lauert, in dem er sich eine Blöße gibt. Es liegt daran, daß er, um es kurz zu sagen, seine ganze Kunst und Wissenschaft zu Rate zieht. Indem er sich so verhält, büßt er nach Takuan die „Gegenwart des Herzens" ein: er kommt mit dem entscheidenden Streich immer zu spät und vermag daher nicht, des Gegners Schwert „gegen ihn selbst zu kehren". Je mehr er darauf ausgeht, die Überlegenheit der Schwertführung von seiner Überlegung, von der bewußten Verwertung seines Könnens, von Kampferfahrung und Taktik abhängig zu machen, um so mehr hemmt er die freie Beweglichkeit im „Wirken des Herzens". Wie ist dem abzuhelfen? Wie wird das Können „geistig", wie wird aus der souveränen Beherrschung der Technik meisterliche Schwertführung? Nur dadurch, lautet die Antwort, daß der Lehrling absichtslos und ichlos wird. Er muß dahin gebracht werden, daß er sich nicht nur vom Gegner, sondern auch von sich selbst loslöst. Der Lehrling muß also gleichsam einen neuen Sinn oder, richtiger gesagt, eine neue Wachheit aller seiner Sinne erlangen, die ihn dazu befähigt, drohenden Hieben zu entgehen, als habe er sie vorausgefühlt. Beherrscht er diese Kunst des Ausweichens, dann hat er nicht mehr nötig, mit ungeteilter Aufmerksamkeit die Bewegungen seines Gegners oder gar mehrerer Gegner zugleich im Auge zu behalten. In dem Augenblick vielmehr, in dem er sieht und vorausfühlt, was zu geschehen anhebt, hat er sich schon instinktiv der Auswirkung dieses Geschehens entzogen, ohne daß zwischen Wahrnehmen und Ausweichen „ein Haarbreit dazwischen" wäre. Darauf also kommt
Über gute / schlechte Schüsse nicht freuen.Weg des Bogen gehen
Eines Tages rief der Meister in dem Augenblick, in dem mein Schuß sich löste: „Es ist da! Verneigen Sie sich!" Als ich später nach der Scheibe sah - ich konnte es leider nicht unterlassen - bemerkte ich, daß der Pfeil sie nur am Rande gestreift hatte. „Dies war ein rechter Schuß", entschied der Meister, „und so muß es anfangen. Aber damit genug für heute, sonst geben Sie sich beim nächsten Schuß besondere Mühe und verderben den guten Anfang." Im Laufe der Zeit gelangen zuweilen mehrere Schüsse nacheinander, welche die Scheibe trafen, neben freilich noch immer vielen mißratenen. **Aber wenn ich nur im geringsten Miene machte, mir etwas darauf einzubilden, faßte mich der Meister ungewöhnlich schroff an. „Was fällt Ihnen denn ein?" rief er dann. „Über schlechte Schüsse sollen Sie sich nicht ärgern, das wissen Sie schon längst. Fügen Sie hinzu, sich über gute Schüsse nicht zu freuen.** Von dem Hin und Her zwischen Lust und Unlust müssen Sie sich lösen.
Wie ein großer Meister lehrt
Bei einer ausführlichen Unterredung fragte ich einmal Herrn Komachiya, weshalb der Meister so lange zusah, wie vergeblich ich mich abmühte, den Bogen „geistig" zu spannen; weshalb er also nicht von Anfang an auf die rechte Atmung drang. „Ein großer Meister", erwiderte er, „muß zugleich ein großer Lehrer sein, dies gehört bei uns ganz selbstverständlich zusammen. Hätte er den Unterricht mit Atemübungen begonnen, so hätte er Sie nie davon zu überzeugen vermocht, daß Sie ihnen Entscheidendes verdanken. Sie mußten erst mit Ihren eigenen Versuchen Schiffbruch erleiden, bevor Sie bereit waren, den Rettungsring zu ergreifen, den er Ihnen zuwarf. Glauben Sie mir, ich weiß aus eigener Erfahrung, daß der Meister Sie und jeden seiner Schüler viel besser kennt, als wir uns selbst kennen. Er liest in den Seelen seiner Schüler mehr, als sie wahrhaben möchten."
Zen: um sich selbst kennenzulernen
Sich dabei setzen, ruhig. Man braucht nicht denken, an das Denken. - Prof Shizuteru Ueda
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