„Plato und Aristoteles suchten aus der Verwunderung das Wesen des Seins.
Descartes suchte in der Endlosigkeit des Ungewissen das zwingend Gewisse.
Die Stoiker suchten in den Leiden des Daseins die Ruhe der Seele.
Jede der Betroffenheiten hat ihre Wahrheit, je in dem geschichtlichen Kleid ihrer Vorstellungen und ihrer Sprache. Wir dringen in geschichtlicher Aneignung durch sie zu den Ursprüngen, die noch in uns gegenwär- tig sind.“
„Der Ursprung des Philosophierens liegt im Verwundern, im Zweifel im Bewusstsein von Verlorenheit. Auf jeden Fall beginnt es mit einer den Menschen ergriffenden Erschütterung, und immer sucht es aus der Betroffenheit heraus ein Ziel.“
„Vergewissern wir uns unserer menschlichen Lage. Wir sind immer in Situationen. Die Situationen wandeln sich, Gelegenheiten treten auf. Wenn wir versäumt werden, kehren sie nicht wieder.“
„Diese Grundsituationen unseres Daseins nennen wir Grenzsituationen. Das heißt, es sind Situationen, über die wir nicht hinaus können, die wird nicht ändern können.“