„Der Kapitalismus generiert einen paradoxen Todestrieb, denn er bringt das Leben ums Leben. Tödlich ist sein Streben nach dem todlosen Leben. Leistungs-, Fitness- oder Botoxzombies sind Erscheinungen des untoten Lebens. Dem Untoten fehlt jede Lebendigkeit. Wirklich lebendig ist nur das Leben, das den Tod in sich aufnimmt. Die Hysterie der Gesundheit ist die biopolitische Erscheinung des Kapitals selbst.“
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„Die Akkumulationslogik des Kapitals entspricht enau der archaischen Ökonomie der Gewalt. Das Capital verhält sich wie modernes Mana. Mana meißt jene geheimnisvolle Machtsubstanz, die man bei der Tötung erwirbt.“
"Die spezifisch menschliche Aggression, die Gewalt, hängt eng mit dem Todesbewusstsein zusammen, das allein dem Menschen eigen ist. Eine Akkumulationslogik beherrscht die Ökonomie der Gewalt. Je mehr Gewalt man ausübt, desto mächtiger fühlt man sich Die akkumulierte Tötungsgewalt erzeugt ein Gefühl des Wachstums, der Kraft, der Macht, der Unverwundbarkeit und der Unsterblichkeit. Gerade auf diesen Machtzuwachs geht der narzisstische Genuss zurück, den die sadistische Gewalt mit sich bringt. Töten schützt vor Tod. Man bemächtigt sich des Todes, indem man tötet. Mehr an Tötungsgewalt bedeutet weniger an Tod. Auch das atomare Wettrüsten folgt dieser kapitalistischen Ökonomie der Gewalt. Das akkumulierte Vermögen zum Töten wird als Vermögen zum Überleben imaginiert."