„Die Metapher des Lichtes, die von der Antike übers Mittelalter bis in die Aufklärung den philosophischen und theologischen Diskurs beherrscht, weist eine starke Referenz auf. Da Licht entströmt einer Quelle oder einem Ursprung. Es ist das Medium der verpflichtenden, verbietenden, versprechenden Instanzen wie Got oder Vernunft. So entwickelt es eine Negativität die polarisierend wirkt und Gegensätze erzeugt. Licht und Finsternis sind gleichursprünglich. Licht und Schatten gehören zusammen. Mit dem Guten ist auch das Böse gesetzt. Das Licht der Vernunft und das Dunkel des Irrationalen oder des bloß Sinnlichen bringen einander hervor.“
„Er müsste sich also daran gewöhnen, denke ich, wenn er die Dinge dort oben sehen wollte. Zuerst würde er wohl am leichtesten die Schatten erkennen, dann die Spiegelbilder der Menschen und der anderen Gegenstände im Wasser und dann erst sie selbst.“ Platon
„Der Narziss ist nicht auf Erfahrung aus, er wird erleben in allem, was ihm gegenübertritt, sich selbst erleben. So wertet er jede Interaktion und jede Szene ab.“ R. Sennett
„So gibt es keine nackte Schönheit: »[I]n der hüllenlosen Nacktheit ist das wesentlich Schöne gewichen und im nackten Körper des Menschen ist ein Sein über aller Schönheit erreicht- das Erhabene, und ein Werk über allen Gebilden- das des Schöpfers.“