Civaknas

“Die ethnische und soziale Distanz, die den soziologischen Kern des Kolonialismus im 19. und 20. Jahrhundert ausmacht, lässt sich nirgendwo besser studieren als in der kolonialen Stadt, 146 Als zentrale Interaktions- und Konflikträume besaß sie für Ver- suche der Planung und Intervention in koloniale Gesellschaften eine besondere Bedeutung. Koloniale Städte hatten ihre unver- meidlichen Merkpunkte: Kathedrale, Regierungsgebäude und Konsulate, Zollhaus, Bahnhof, Kasernen, im Britischen Empire die Pferderennbahn und manchmal auch den Golfplatz. Ihr räumliches Grundmuster bestand in der teils naturwüchsigen, teils politisch herbeigeführten Segregation der Wohngebiete.”
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Her çiçeğin bir mevsimi, her kitabın bir zamanı vardır. Haziranın tadını yeni hikâyelerle çıkarın.
„Koloniale Expansion brachte komplexe soziale Gebilde hervor. Keine Kolonie bestand aus einem unverbundenen und stati schen Nebeneinander von kolonisierender und kolonisierter Gesellschaft. Für viele kolonisierte Gesellschaften bedeutete die Kolonialherrschaft eine soziale Revolution. Aber auch Koloni satoren-Gruppen - ob kleine militärisch-administrative Kreise oder große Siedlergruppen - waren nicht einfach Kopien ihrer Herkunftsgesellschaften, sondern Diasporagemeinschaften mit eigenen Soziabilitätsformen, mentalen Haushalten und oft auch weltweiten Verbindungen.“
Sayfa 88·Kitabı okudu
„Die Formen des kolonialen Verfassungsrechts waren f politischen Alltag nur vermittelt von Belang; wichtig wurd vor allem während der Dekolonisation. Man kann nich das Beispiel Ägypten am besten zeigt, von einer formal se direkten Herrschaftsstruktur auf eine in der Realität wen greifende Herrschaftsweise schließen.“
Sayfa 65·Kitabı okudu
„Drittens sind organisierte Bewegungen für nationale u staatliche Unabhängigkeit zu nennen, die sich der Fremd stimmung durch die jeweiligen Metropolen entledigen wollte also keine reformistischen, sondern systemumstürzende, revolutionäre Ziele verfolgten.“
Sayfa 55·Kitabı okudu
„Eine wichtige Ressource war Sprache: Die Sprachen der Kolonisatoren verwandelten sich schon nach kurzer Zeit in Medien der Kolonialismuskritik. … Die wirkungsvollsten Werke späterer Kritik am Kolonialismus sind ebenfalls von nicht-westlichen Autor:innen direkt in den Sprachen der Kolonisierer geschrieben worden. Aufgrund ihrer meist reformerischen Orientierung sind solche Formen widerständiger Aneignung nicht auf eine di- rekte Vorgeschichte nationaler Befreiungskämpfe zu reduzieren. Dies machte sie jedoch nicht weniger systemgefährdend: Forderungen nach dem Abbau der Diskriminierungs- und Herrschaftsapparate rüttelten an den Grundfesten kolonialer Herrschaft und verwiesen auf deren innere Widersprüchlichkeit.“
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