„Die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg steht nicht im Zeichen kolonialer Neubildungen, sondern in dem der Dekolonisation. Gemeint ist damit das, was eigentlich als die dritte Welle des Abbaus von Kolonialherrschaft bezeichnet werden müsste.“
„Kolonisation“ bezeichnet einen Prozess der Landnahme und Aneignung „Kolonie“ eine bedondere Art von politisch-gesellschaftlichen Personenverband, „ Kolonialismus“ ein Herrschaftverhältnis.
„Die Geschichte der Kolonialismen ist also nicht nur - und vielleicht nicht einmal vorrangig eine Geschichte des Er- oberns, Erwerbens und Flaggenhissens. Sie ist eine Geschichte des langsamen Aufbaus von Herrschaftsstrukturen und Gesell- schaftsformen und ihrer räumlichen Ausdehnung oder auch Zurücknahme innerhalb nominell beanspruchter Gebiete.“
„Das Schicksal hat kein Gesicht, und meist ist es aussichtslos, ihm ein Gesicht geben zu wollen. Um diese Erniedrigung zu vermeiden und etwas von ihrer Würde und Selbstachtung zu retten, müssen die Opfer diejenigen ausmachen und benennen, die sie zu Opfern gemacht haben; und diese Leute müssen ein erkennbares Gesicht haben, damit man sie lokalisieren und mit einem Namen belegen kann“.